Früher Siedlungsbeginn in Burkina Faso und heutige Politik

Wie der gesamte Westen Afrikas wurde Burkina Faso früh besiedelt. Jäger und Sammler haben sich im Nordwesten des Landes  ab 12.000 vor Christus dort nieder gelassen. Zwischen 3600 und 2600 v. Chr. entstanden Siedlungen mit Bauern. Es wurden viele Relikte der Dogon ausgegraben.

Burkina Faso war im 15. und 16. Jahrhundert eine sehr wichtige Wirtschaftsregion für das Songhai-Reich. Von der Kolonie zur Unabhängigkeit 1896 wurde das Mossi-Königreich Ouagadougou ein französisches Protektorat. 

1904 wurden diese Gebiete in das französische Westafrika integriert, zu Beginn von der Elfenbeinküste verwaltet, die Kolonie hiess Obervolta. 1932 wurden die Grenzen neu erstellt, das Gebiet selber verwaltet und erreichte seine Unabhängigkeit 1960. Das Land wurde lange von Militärs geführt, die späteren Regierungen sind von demokratischen Standards weit entfernt, Präsident war seit 1987 Blaise Compaoré.

Der neue Regierung ab 2015 unter Präsident Kaboré wurde überlagert von Fragen der Sicherheit. Dazu gaben insbesondere dschihadistische Anschläge von bisher im Lande nicht bekanntem Ausmaß sowie die vielen Ueberfälle.Fortsetzung von Straßenüberfällen und die Reaktionen in der Bevölkerung darauf Anlass.

Der Präsident ruft zum Dialog auf. Es gibt Fortschritte im Gesundheitswesen, bei Schulen mit neuen Klassen und in der Wasserversorgung. Die Justiz ist nicht unabhängig, Regimekritiker befürchtet wiederum einen allzu mächtigen Staatschef.

Das Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (l’Assemblée Nationale) und dem Oberhaus (la Chambre des Représentants). Es gibt auch eine Verfassungskammer, die aus zehn Mitgliedern besteht, und einen Wirtschafts- und Sozialrat, dessen Aufgaben rein beratend sind. Burkina Faso ist 13 Regionen und 45 Provinzen gegliedert.